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Busse

Standardbusse der Nachkriegszeit

Zur Erhöhung der Platzzahl bei Stadtbussen entwickelte die Schweizer Nutzfahrzeugindustrie Saurer, Berna und FBW neuartige Busse in Frontlenkerbauweise. Damit der Motor möglichst wenig Fahrgastraum in Anspruch nimmt, wurde dieser quer stehend im Heck (Heckmotor), seitlich stehend zwischen den Achsen (Seitenmotor) und schliesslich liegend unter dem Fussboden (Unterflurmotor) eingebaut. Zwei dieser drei Typen waren in Zürich im Einsatz und sind erhalten geblieben.

Saurer 4ZP Nr. 305

Der Saurer 4ZP Nr. 305 von 1953 besitzt einen Seitenmotor mit Turbolader. Über dem Dieselmotor sind Längssitze angeordnet. Für einen schnellen Fahrgastwechsel wurden in die Buscarrosserie vier druckluftbetriebene Einschwenktüren eingebaut. Der Antrieb erfolgt über zwei Winkelgetriebe und ein elektro-hydraulisch geschaltetes Vorwählgetriebe auf eine nach unten abgekröpfte Portalachse. Dadurch wurde ein für die damalige Zeit tiefer Wagenboden möglich.

Bus 305

FBW 51 UV Nr. 324

Der FBW (Franz Brozincevic Wetzikon) 51 UV Nr. 324 von 1954 besitzt einen Unterflurmotor mit Turbolader. Die Buscarrosserie ist mit derjenigen des Saurer 4ZP weitgehend identisch. Der Antrieb erfolgt über ein pneumatisch geschaltetes Planetengetriebe (halbautomatisch ohne mechanische Kupplung) auf eine nach unten abgekröpfte Portalachse. Der Motor wird, wie auch beim Saurer, mit Druckluft (40bar System Heywood-Nova) gestartet.

Bus 324

Gelenkbusse

Für noch mehr Fahrgastraum wurden bei verschiedenen Verkehrsunternehmen zweiachsige Personenanhänger eingesetzt. In Zürich setzte man ab Mitte der 50er Jahre auf dreiachsige Grossraumbusse mit einem Gelenk. Ein erster Prototyp der Firma Saurer wurde 1954 abgeliefert. Ein zweites gleichartiges Fahrzeug folgte 1958 und ein FBW 1959. Ab 1964 beschaffte die VBZ (Verkehrsbetriebe Zürich) Saurer Seriengelenkbusse. Auch von dieser ersten 40er Serie blieb ein Exemplar erhalten.

Saurer 5GUK-A Nr. 540

Der Saurer 5GUK-A Nr. 540 von 1967 besitzt einen Unterflurmotor mit mechanischem Lader. Der Antrieb erfolgt über ein vollautomatisches DIWA-Busgetriebe auf die mittlere Achse mit Aussenplaneten. Im Gegensatz zu den früheren Bussen ist dieses Fahrzeug luftgefedert. Dafür sorgen neun Luftfederelemente und fünf Niveauventile. Die dritte Achse ist einfach bereift und zwangsgelenkt, so dass der Nachläufer spurtreu dem Vorderwagen folgt.

Bus 540